Mit dem ersten Platz beim zweiten von drei Rennen des ADAC Formel Masters in der Motorsport Arena Oschersleben feierte Thomas Jäger seinen ersten Sieg in der Nachwuchsserie.

Der 17-Jährige Österreicher aus dem Team Neuhauser Racing lag bis zwei Runden vor Schluss auf dem dritten Platz, profitierte jedoch von einer Kollision des Spitzen-Duos.

Für Jäger ist der Sieg in Oschersleben bereits die zweite Podiumsplatzierung in der deutschlandweit wichtigsten Formelsport-Einstiegsserie, nachdem der junge Österreicher bereits im Vorjahr bei einem Gasteinsatz in Assen auf Anhieb auf die dritte Position fahren konnte.

Thomas Jäger startete mit der zweitschnellsten Rundenzeit im wichtigen Zeittraining optimal in das Auftaktwochenende der vom weltweit zweitgrößten Automobilclub organisierten Formelsport-Serie. Dabei glänzte der engagierte Nachwuchsrennfahrer einmal mehr mit einer ausgezeichneten Car Control bei schwierigen, weil nassen Streckenbedingungen.

Das samstägliche erste Rennen begann jedoch denkbar unglücklich für den engagierten Nachwuchsrennfahrer. Unmittelbar nach dem Start sprach die Rennleitung eine Drive Through Strafe gegen Jäger aus, weil dieser sein Fahrzeug vor dem Start nicht reglementskonform in der auf dem Asphalt aufgezeichneten Startbox positioniert hatte.

Der Neuhauser Pilot fiel weit zurück und schaffte nach einer motivierten Aufholjagd lediglich die neunte Position.

Optimal lief es im zweiten Rennen am Sonntagvormittag. Jäger machte sich an dritter Position liegend auf die Verfolgung des Führungsduos und schien im letzten Renndrittel etwas schneller als seine Konkurrenten. Der Youngster wartete aber clever ab, was die beiden Lotus Junioren an der Spitze veranstalteten. Zwei Runden vor Schluss kegelten sich die beiden Teamkollegen in der ersten Kurve dann tatsächlich selbst von der Strecke und Thomas Jäger erbte den ersten Platz, den der Neuhauser Pilot anschließend konzentriert ins Ziel fuhr.

„Nach der Kollision von Jeffrey Schmidt und Marvin Kirchhöfer lag ich plötzlich an der Spitze. Zu diesem Zeitpunkt waren nur noch zwei Runden zu fahren und ich konzentrierte mich darauf, diesen unerwarteten Sieg bloß nicht mehr herzuschenken. Ich war während des Rennens zwar stets dicht an den beiden Führenden dran, aber in den Kurven verlor ich leider viel Abtrieb. Eigentlich wollte ich sie auf der Geraden noch einmal angreifen, aber das erübrigte sich nach der Kollision und ich konnte den Sieg sicher nach Hause fahren“, freute sich Thomas Jäger über seinen ersten Sieg in der ADAC Formel Masters.

Im dritten und letzten Rennen der Auftaktveranstaltung sollte Jäger dann allerdings selbst Opfer eines übermotivierten Kontrahenten werden. Im Verlauf des Rennens entwickelte sich ein extrem spannender Kampf um den Sieg, was in der Spitzengruppe wohl auch am neuen Prozedere für die Startaufstellung lag. Die ersten acht Positionen des zweiten Rennens starten in umgekehrter Reihenfolge in den dritten Lauf. Thomas Jäger nahm also diesen von der achten Position in Angriff. Der zwischenzeitliche Tabellenführer machte schnell Positionen gut und kämpfte in einer Fünfergruppe um den Sieg. Die „jungen Wilden“ boten Motorsport vom Feinsten und fuhren teilweise zu fünft nebeneinander auf der Start- und Zielgeraden.

Es kam, wie es kommen musste: Beim Anbremsen auf die erste Schikane, verpasste ein Hintermann seinen Bremspunkt und rutschte dem gelben Neuhauser Dallara powered by Volkswagen mit der Startnummer 15 ins Heck. Thomas Jäger konnte einen Dreher nicht verhindern und verlor alle Optionen auf seinen möglicherweise zweiten Saisonsieg.

Der Auffahrende wurde von der Rennleitung umgehend mit einer Durchfahrtsstrafe belegt. Ein 12. Platz war dann allerdings das maximal Machbare für Thomas Jäger, der nun mit einem Rückstand von lediglich zwei Punkten auf den Tabellenführer als Vierter der ADAC Formel Masters Gesamtwertung zum zweiten Rennen (04. – 06. Mai) ins niederländische Zandvoort reist.

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