Einstand nach Maß: Rennfahrer Thomas Jäger hat gleich bei seinem ersten Einsatz im ADAC Formel Masters für Furore gesorgt und den Sprung auf das Stockerl geschafft. Im ersten Rennen im niederländischen Assen erreichte der Österreicher aus dem Neuhauser-Racing-Team als Dritter das Ziel.

„Im ersten Rennen hatte ich einen guten Start und fand gleich ein paar Lücken, in die ich hineinstechen konnte. Danach ging es Stück für Stück nach vorn“, sagte Jäger im Pressegespräch und fügte hinzu: „Ich bin natürlich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Leider hat ein Dreher zu Beginn des zweiten Rennens ein weiteres Spitzenresultat verhindert.“

In den Trainingssitzungen musste sich der Neueinsteiger, der in diesem Jahr bereits einige gute Resultate in der Formel Renault 2.0 eingefahren hatte, zunächst mit dem neuen Boliden und dem TT-Circuit vertraut machen. „Ich bin hierher gekommen und kannte das Auto nicht. Im Freien Training hatten wir ein technisches Problem, sodass ich nur die Hälfte der Zeit fahren konnte“, so Jäger.

Im Zeittraining am Samstagvormittag benötigte Jäger für die sechs Links- und elf Rechtskurven auf dem 4.555 km langen High-Speed-Kurs 1:43.329 Minuten und belegte damit den 13. Platz.

Aus der siebten Startreihe ging es auf abtrocknender Strecke am Nachmittag ins erste Formel Masters Rennen. Jäger erwischte einen hervorragenden Start und verbesserte sich gleich in der ersten Runde um mehrere Positionen. Bei schwierigen Bedingungen behielt der 17-Jährige die Übersicht und kämpfte sich durch das Feld bis auf Rang drei nach vorn. Auf dem Siegerpodest durfte er sich anschließend den verdienten Lohn für eine starke Vorstellung abholen.

Am Sonntagmorgen im zweiten Rennen kam der Neuhauser-Pilot erneut gut vom Start weg. Wie tags zuvor waren die Fahrer mit den profillosen Slicks auf der an einigen Stellen noch nassen Strecke unterwegs. Kurz vor Ende der ersten Runde kam Jäger in der Schikane vor der Start-Zielgeraden auf die Curbs und drehte sich. Glücklicherweise kam es zu dabei zu keiner Kollision. Der Österreicher konnte das Rennen fortsetzen, fiel bis an die letzte Position zurück und kämpfte sich wieder bis auf Platz 13 nach vorn.

Entsprechend dieser Platzierung ging es in das letzte Rennen am Nachmittag. In der ersten Rennhälfte konnte sich Jäger bis auf eine Top-10-Platzierung nach vorne kämpfen, fiel dann gegen Ende des Rennens aber ein wenig zurück und kam schließlich als Zwölfter ins Ziel.

Im ADAC Formel Masters 2011 stehen noch drei Wertungsrennen aus. In zwei Wochen reist das Neuhauser-Racing-Team zum Saisonfinale an den Hockenheimring (30. September bis 2. Oktober). Ob Jäger dann wieder dabei ist, stand am Sonntag noch nicht fest.

„Wir haben noch nicht entschieden, ob es einen weiteren Einsatz im ADAC Formel Masters geben wird. Die Entscheidung wird erst in den nächsten Tagen fallen. Auf alle Fälle hat es viel Spaß gemacht“, so Jäger vor seiner Abreise aus Assen.

Internet: www.thomas-jaeger.at

 

 

 

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